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Bildungstage/Seminartage beim Dachverband mit evtl. aktueller Übersicht/Terminen
Während ihres Bundesfreiwilligendienstes in einer Einrichtung
des Dachverbands der Eltern-Kind- Initiativen in und um Augsburg e.V.-
einem der BAGE Projektstandorte Männer in Elterninitiativen – gehören die
Freiwilligen einer bestimmten Kinder-Gruppe und damit einem Team einer
Einrichtung an. Sie arbeiten in den Kindergruppen als zusätzliche Kraft
täglich mit Kindern, Eltern und einem Team zusammen.
Über die Beschäftigung von Bundesfreiwilligen im Alltag der
Einrichtungen hinaus hat der Dachverband als eher kleiner Träger, die
Chance ergriffen, sich auch an der Durchführung der für den BFD
verpflichtenden Seminare zu beteiligen. Mit der gesetzlich möglichen und
finanziell begünstigten Option, als Träger 10 der 25 verpflichtenden
Seminartagen selbst zu gestalten, hat sich für den Träger wie für die
Einrichtungen eine echte Chance aufgetan. Die Einsatzstellen bekommen dann,
wenn sie 10 der 25 Seminartage selbst oder wie in unserem Fall über den
Dachverband der Eltern- Kind- Initiativen in und um Augsburg organisieren,
für jeden Bundesfreiwilligen monatlich 100 € mehr Zuschuss. Dadurch lassen sich
diese Seminartage kostendeckend finanzieren.
Die Bundesfreiwilligen können sich durch unser
Seminarangebot, anders als bei den 15 Seminartagen, die von den
Bildungszentren der Zentralstelle für den BFD angeboten werden,
gezielt mit Themen auseinandersetzen, die ihren gelebten Alltag in der
Kindergruppe betreffen.
Gleichzeitig sind die Seminare zum Teil Bestandteil des
Fortbildungsangebots des Trägers für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der Einrichtungen. Zum einen können damit auch Veranstaltungen realisiert
werden, für die sich sonst vielleicht nicht ausreichend
Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefunden hätten. Zum anderen ermöglicht der
höhere Männeranteil in der Gruppe der Bundesfreiwilligen noch bessere Austauschmöglichkeiten
zwischen Frauen und Männern.
Seminare dienen der Persönlichkeitsentwicklung
Unser Seminarangebot dient den Bundesfreiwilligen
einerseits als Plattform für den Erfahrungsaustausch unter
Gleichgesinnten, andererseits können sie sich in fachspezifische
Themen, die in ihrem pädagogischen Kontext gebraucht werden, tiefergehend
in dieses pädagogische Feld einlassen.
Insbesondere junge Männer, die den Bundesfreiwilligendienst
wählen, lernen mit der Seminarreihe positive und anregende Aspekte des
Berufs- und Erfahrungsfeldes der pädagogischen Arbeit in der Kita kennen.
Durch die Möglichkeit, das eigene Handeln in diesem Berufsfeld zu reflektieren
und eigene Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag mit anderen zu teilen,
erleben sie, dass auch schwierige und herausfordernde Momente bearbeitet
werden können. Dies dient vor allem der eigenen
Persönlichkeitsentwicklung.
Ein Ziel unserer Seminarreihen ist es, den
Bundesfreiwilligen den Bezug zum Thema Identitätsentwicklung nahe zu
bringen und persönliche Einstellungen und damit verknüpftes Handeln im
Berufsfeld sichtbar zu machen. Für die Arbeit in Kindertagesstätten ist es
unerlässlich, sich Gedanken über die eigenen Einstellungen, den eigenen
Hintergrund, die eigene Haltung zu machen.
In unserer Seminarreihen haben die Bundesfreiwilligen die
Möglichkeit sich mit anderen, die im gleichen Erfahrungsfeld tätig sind,
darüber auszutauschen. In Kindertageseinrichtungen stehen
die pädagogischen Bezugspersonen in vielfältigen Beziehungen. Die
Bundesfreiwilligen erleben in diesen Beziehungen Jungen und Mädchen, Väter
und Mütter, Kollegen und Kolleginnen, die jeweils ganz eigene Geschichten
und Hintergründe haben. Manche dieser Geschichten oder Hintergründe
stellen einen vor Herausforderungen, weil sie an innere Schubladen
klopfen, die sich nicht immer öffnen lassen, vielleicht noch nicht mal
sichtbar sind. Rollenklischees, Diskriminierungen und Einseitigkeiten sind
Themen, die deshalb in der Seminarreihe fest verankert sind. Der Blick des Bundesfreiwilligen kann
sich öffnen für einen vorurteilsbewussten und geschlechtergerechten Umgang.
Die Bundesfreiwilligen erleben nicht nur in den
Einrichtungen, dass sie an etwas teilhaben, mitgestalten und mitbestimmen
können. In der Seminarreihe wird Partizipation sowohl im fachlichen
Zusammenhang, als auch in der Art und Weise, wie die Seminare gestaltet sind,
für die Bundesfreiwilligen erlebbar. Die Bundesfreiwilligen erfahren in
der Seminarreihe, dass sie als Person mit ihren eigenen Fragen und Erlebnissen
aus dem pädagogischen Alltag ihrer Tätigkeit wahr- und ernst genommen
werden. Sie können sich selbst als Verantwortliche für ihr Handeln erkennen und
so Einfluss nehmen.
Unser Ziel ist es, dass die Bundesfreiwilligen durch die
Erfahrungen, die sie in ihrem Dienst und in den Seminaren gemacht haben,
einen Geschmack auf „mehr“ bekommen und die Arbeit in der Kita auch nach
ihrem Freiwilligendienst als berufliche Perspektive ins Auge fassen.